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So gehts nicht weiter – Aufbruch ins Neue

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So geht’s nicht weiter – Aufbruch ins Neue

So gehts nicht weiter – Aufbruch ins Neue

So geht’s nicht weiter. Wer war niemals in einer Situation in seinem Leben, wo er diesen Satz ausgesprochen oder gedacht hat? Vermutlich kennst du diese Aussage. Vielleicht spricht sie dir im Moment sogar aus der Seele. Oder sie bringt auf den Punkt, wie sich jemand fühlt, den du gerade als Partner, Freund oder professioneller Coach in einem Coaching begleitest.

„So geht’s nicht weiter.“

Das beschreibt ganz nüchtern und undramatisch, dass es so nicht weitergehen kann, weil sich gerade etwas Wesentliches in den Rahmenbedingungen verändert, verändert hat oder verändern wird.

Etwa der Abschluss der Schule, der Ausbildung, des Studiums, der Eintritt ins Berufsleben, eine Beförderung, eine neue Rolle, der Eintritt in den Ruhestand, eine neue Partnerschaft, die Geburt eines Kindes, eine Trennung, der Wiedereinstieg nach der Elternphase, ein Umzug, eine neue Lebensphase … .

So geht’s nicht weiter. Das kann auch einen inneren Impuls, eine gefühlte Not beschreiben, die gewendet werden möchte, weil es so nicht auszuhalten ist. Kein Weiter so möglich oder auch wünschenswert ist. Es muss sich etwas ändern, ich muss etwas ändern, ich muss mich ändern! Vielleicht wie der Philosoph Lichtenberg das ausdrückt:

Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber ich weiß, dass es anders werden muss, wenn es besser werden soll„.

So geht’s nicht weiter!?

Vielleicht wird der Ausspruch mit diesen Satzzeichen – „!?“ – noch klarer. Sie sind nicht zufällig. Sie verdichten das Wesentliche des Startpunktes eines Übergangs. Das Ausrufezeichen für die Situation, wie sie nicht bleiben kann. Das Fragezeichen für die fehlende Lösung, das nicht Wissen wie weiter, wohin.

Wenn jemand zur Reise durch den Übergang ins Neue aufbricht, dann steht am Anfang die Einsicht „So wie bisher geht’s nicht weiter!“ Und daraus resultierend die Frage: „Wie denn dann?“ Das ist kein Pappenstiel und braucht Mut: Das Gewohnte, Vertraute im Leben und im Umgang mit sich zu verlassen. In den offenen Ozean des Lebens zu segeln. Sich auf fremdes, ungewohntes Terrain zu wagen. Nicht mehr souverän zu sein, sondern unsicher, fragend, forschend, neugierig.

Und es bedarf oft vieler Versuche, es doch noch mal mit dem Bisherigen zu probieren. Bevor die Einsicht reift: So geht es wirklich nicht weiter! Wenn aus der gefühlten Ernüchterung oder sogar Verzweiflung, „so“ geht’s nicht weiter, sich die Frage formt, „wie denn dann“, dann ist das ein erster entscheidender Unterschied in der Perspektive.

Damit beginnen der qualitative Sprung in den Übergang und der Aufbruch in die Suche nach dem Neuen.

Übergänge sind mehr als die Verbindung von Altem und Neuen

Wenn wir in solchen Lebensphasen immer genau wüssten, von wo wir aufbrechen und was genau das Ziel ist. Wie es aussieht. Wie es ist. Was sich dort alles finden wird. Dann wäre ein Übergang lediglich die Verbindung dorthin. Es macht aber gerade diese Phasen aus, dass eine große Ungewissheit und Unsicherheit bezüglich des Neuen vorherrscht. Wir wissen nicht was kommen mag. Was am anderen Ende des Übergangs wartet. Wir wissen meist nicht einmal, wo lange dieser Übergang dauern wird.

So sind Übergänge weit mehr als Verbindungen. Sie sind Prozesse. Übergänge sind eigenständige, wichtige Phasen in der Veränderung und beinhalten das Loslassen des Alten, das Einlassen auf dieses Stadium der Unsicherheit und auch die Neugier und Sehnsucht nach dem Neuen. Diese Übergänge – so schwierig es auch ist, sich darauf einzulassen und so viel Mut dies verlangt – sie bieten eine Reihe von „Schätzen“. Auch wenn diese oft erst im Nachhinein als solche erkannt werden.

Mit den Worten Albert Camus: „Mitten im tiefsten Winter erfuhr ich schließlich, dass in mir ein unerschütterlicher Sommer wohnte.“

Schätze im Erleben eines Übergangs

Verunsicherung, Stagnation und ein anstrengender Gefühle-Mix: Das sind keine Erlebniswelten, in denen man verborgene Schätze vermutet. Und doch sind das Durchleben dieser Gefühle ein Nährboden für Haltungen, die Zugang zum inneren Reichtum und der Fülle des Lebens ermöglichen.

Auf die Frage, was man im Leben erwerben sollte, antwortete vor langer Zeit der griechische Philosoph Aristoteles: „All das, was mit Dir schwimmt, wenn Dein Schiff untergeht.“

(1) Verborgene Schätze in der Verunsicherung und Verwirrung

Wenn du in Übergängen lernst, die Verunsicherung und Verwirrung zuzulassen und „die Fragen zu leben“, die aufkommen und sehr präsent werden, dann entdeckst du das Fragen und sich Öffnen als Qualität. Dann wächst in dir das Suchen als Haltung. Dann bleibst du neugierig. Dann bleibst du offen. Dann bleibst du lebendig. Ganz im Sinne von Heinrich Böll: „Fertige Dinge sind tote Dinge.“

Dann entwickelst du beim Suchen Achtsamkeit und Freude am Auswerten deiner Erfahrungen, die Rückschläge inbegriffen. Dann bekommst du Lust am lebenslangen Lernen.

All das erleichtert uns den Umgang mit unserer heutigen Welt. Einer sogenannten VUCA Welt, die durch Unbeständigkeit (Volatility), Unsicherheit (Uncertainty), Komplexität (Complexity) und Mehrdeutigkeit (Ambiguity) charakterisiert ist. Vielleicht weil sie sich ebenfalls im Übergang befindet.

Dem Urvater der griechischen Philosophie, Sokrates, der als weisester Mann seiner Zeit galt, wird zugeschrieben, dass er mit den Worten starb: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“

Suchen und Lernen als Haltung bis zum Ende. Ein Schatz, eine Haltung, den auch du in Übergängen entdecken und vermehren kannst.

(2) Verborgene Schätze in der Stagnation

Wenn wir in Übergängen lernen, „die Fragen zu leben“ – also mit den Fragen zu sein – anstatt nach den Antworten zu forschen, dann entwickeln wir Geduld. Nicht als passive Haltung, sondern als eine Geduld, in der sich achtsames und zuversichtliches Warten mit einem aktiven Suchprozess verheiratet. Eine solche Haltung lässt den Dingen ihre Zeit.

Du respektierst Reifen und Gären und die dabei unumgänglichen Anläufe, Wiederholungsschleifen, Umwege, Rückfälle und scheinbar unproduktiven Phasen. Du ermöglichst Gelassenheit und stimulierst Kreativität und Innovation. Du gibst die nötige Zeit dafür, um innere Muster umzubauen, durch bislang verschlossene Türen gehen und neue Antworten leben zu können.

All das ist in unserer heutigen dynamischen Welt sehr wichtig. Schnelle Antworten sind immer alte Antworten. Neue Antworten brauchen Geduld, Gelassenheit und Engagement. Engagement, Gelassenheit und Geduld als Haltung. Ein Schatz, den wir ebenfalls in Übergängen entdecken und vermehren können.

(3) Verborgene Schätze im anstrengenden Gefühle-Mix

Wenn du in Übergängen lernst, den anstrengenden Gefühle-Mix zuzulassen, auszudrücken, in Dialog zu bringen und zu reflektieren, dann entwickelst du immer mehr Sicherheit im Umgang mit deinen Gefühlen. Sie werden klarer. Du wirst dir bewusster darüber. Dann steigt deine Akzeptanz und Toleranz für das, was du fühlst.

Dann nutzt du auch widersprüchliche und schwankende Gefühle immer mehr als Hinweise für deine Weiterentwicklung. Dann spürst du immer deutlicher in deine Vielschichtigkeit und Fülle. Dann wirst du immer bewusster und authentischer in dem, was du sagst und tust. Und entdeckst immer mehr deine echten Werte und Träume.

Eine solche wertschätzende und dialogische Haltung zu den eigenen Gefühlen, lädt auch andere ein, sich und ihre Gefühle wahr-und ernst zu nehmen. Eine solche Haltung schafft Vertrauen und eine wertschätzende Atmosphäre, in der unterschiedliche Gefühle und Perspektiven von Menschen Raum bekommen und Begegnung und Dialog möglich wird.

All das ist auch und gerade in unserer globalen Welt und unseren multikulturellen Gesellschaften sehr wichtig.

Gefühle spüren und in Dialog bringen als Haltung. Auch ein Schatz, den wir in Übergängen entdecken und vermehren können.

(4) Verborgene Schätze für die Begleitung von Übergängen

Im Durchleben der Gefühlslandschaften von Übergängen erwirbst du eine Art Ortskenntnis. Du wirst dir des eigenen Standorts, der eigenen Situation immer bewusster. Du beginnst auch die nähere Umgebung deines Standortes zu erkennen, das was um dich liegt, was auch vor dir liegt. Umso mehr, je vielfältiger und herausfordernder die Übergänge sind. Allerdings nur, wenn du das Erlebte reflektierst und in bewusste Erfahrung verwandelst. Dann wird es zu einem Schatz.

Einen Schatz, den du nutzen und mit anderen teilen kannst, mit denen, die dich ins Neue als Freund oder professionell als Coach im Coaching begleiten. Ein besonders kostbarer Teil dieses Schatzes …

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